Grüß schön, Opa

„Grüß schön“, hast Du gesagt und der, der es ausrichten sollte, wusste gar nicht so genau, wen Du eigentlich meinst. Vielleicht wusstest Du es auch nicht. Aber das ist nun nicht mehr wichtig. Ich musste lächeln. Kurz habe ich Dich gesehen vor meinem inneren Auge und in meinem Herzen. Und vielleicht ging es einigen so, die diese Grüße bekommen haben.
Du warst sehr, sehr lange ein Teil von uns – ein Teil dieser Gemeinschaft. Und ich kann nur erahnen, wie sehr sie Dir gefehlt hat an diesem Sonntagmorgen. Das Singen und Beten, die Gemeinschaft – das war Deine Gemeinde, Deine Familie. Danke für die Grüße. Wir haben sie erhalten.
Es waren vielleicht deine letzten Worte bevor Du ganz ruhig den letzten Atemzug getan hast. Vielleicht hast Du es gespürt. Der letzte Sonntag – die letzte Chance, Grüße auszurichten, an die, die nun zurück bleiben.
Wir bleiben noch hier und gucken zurück auf das, was Du für uns warst und was wir von Dir hier behalten. Dein Lieblingslied, Deine Sparsamkeit, Deine Treue, Deine Liebe zu Jesus und seiner Gemeinde, Deine Tränen – durch die Du mehr sagen konntest, als durch Worte. Deine Erinnerungen, aufgeschrieben für uns, die wir nur erahnen können, wie sehr er Dich innerlich verletzt hat der zweite große Krieg.
Nun bist Du gegangen. Und uns bleibt nur zu sagen: „Grüß schön, Opa!“.

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Vom Loslassen und Hände halten …

Sie ist jung und verliebt. Sie hat den Traum von einem gemeinsamen Leben. Von einem Leben, dass sie für andere einsetzen will. Fern von der Heimat. Es dauert lange bis dieser Traum endlich Wirklichkeit werden soll. Viele Jahre gehen ins Land. Jahre voller Sehnsucht und voller Pläne. Man braucht Genehmigungen und Visa um nach Afrika auszuwandern. Er, der Pastor geht schon mal vor. Die Zeit der Trennnung wird nicht lange andauern, versprechen sie sich. Weiterlesen