Unterwegsgeschichten (1)

Den ersten Tag seit Wochen bin ich mal wieder ganz alleine unterwegs. Ich genieße es total. In vollen Zügen, könnte ich auch schreiben, denn es geht mit dem Zug nach Hannover und wieder zurück.
Dabei treffe und beobachte ich ein paar Leute, die mich beeindrucken:
Da ist die Frau mit zwei Kindern im Zug. Die jüngere Tochter mit Down-Sydrom, die ältere mit Pubertier-Syndrom. Sie macht das toll. Ich bewundere sie sehr.
Da ist der Reinigungsmann am Bahnhof, der die Pfandflaschen für einen Sammler extra zur Seite gestellt hat.
Da ist der Mann, der seit einigen Jahren in einer Patchworkfamilie lebt mit all den Höhen und Tiefen.
Da ist die Frau, die dieses Jahr zwei Kinder von zu Hause gehen lässt. Sicherlich mit einem lachenden und einem weinenden Auge.
Unterwegs sein ist schön. Ich genieße es in vollen Zügen.

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Das zweite Mal

Ich dachte beim zweiten Mal wird es leichter. Am Samstag waren wir mit unserer mittleren Tochter in der Schule zum Schnuppertag. Ich brachte sie in ihre Klasse und „übergab“ sie der Klassenlehrerin, die ich noch nie zuvor gesehen hatte. In der Turnhalle vor den Eltern sprach die Direktorin von Vertrauen. Ja, wir müssen vertrauen und loslassen. Eigentlich wie jeden Tag. Doch die Einschulung ist so ein großer Schritt, eine neue Etappe. Weiterlesen