Meer sehen und wachsen

Diese Woche bin ich auf Seminarfahrt mit jungen Leuten, die einen Freiwilligendienst machen. Deshalb nur ein kurzer Text (aber schon mehr als letzte Woche).
Diese Tagungshäuser haben ja immer einen speziellen Charme, aber eines haben sie (fast) alle gemeinsam – die traumhafte Lage. Diese Woche befinden wir uns an der Havel und heute morgen habe ich dieses schöne Bild gemacht.

Irgendwie ging und geht es bei mir in dieser Fastenwoche um das Wachsen. Die Kinder beobachten wie sich die Osterglocken öffnen, am Sonntag habe ich über die „Selbstwachsende Saat“ gepredigt und tja auch in der Arbeit mit den Freiwilligen geht es ums wachsen. In einer Gruppe von so ganz unterschiedlichen Menschen wächst jede und jeder ein Stück über sich hinaus.

Mein Highlight der Woche war aber ein Besuch an der Ostsee am Samstag. Das Meer sehen (trotz viel Nebel) ist einfach immer wieder ein Muss.

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Meine Fastenzeit – Der Start

Heute beginnt die Fastenzeit. In den letzten Jahren habe ich diese Zeit immer sehr bewusst wahrgenommen und genossen. Ich habe nicht immer auf etwas verzichtet, aber ich habe versucht mir Zeit zu nehmen für inhaltliche Impulse. So hatte ich die letzten Jahre immer einen oder sogar zwei Fastenkalender mit kurzen Texten, die mich jeden Tag begleitet haben. Einmal habe ich auch an einem Schreibexperiment in der Fastenzeit mitgemacht, was leider nur so mäßig geklappt hat. (Die Texte daraus findet ihr hier: Sieben Wochen wundernDu wirst dich noch wundern; Mich wundert gar nichts mehrWunder muss man selber machen)
Dieses Jahr habe ich etwas Neues. Einige Leute aus meinem Umfeld hatten die Idee eine Fotoaktion in einer Whats-App-Gruppe zu starten. Jeden Mittwoch schickt man sich ein Bild, was einen inspiriert hat oder in dieser Fastenwoche begleitet hat. Dazu einen kurzen Satz. So wollen wir bewusst durch die Zeit gehen und miteinander teilen, was wir erleben. Dabei begleitet uns der Passionskalender unserer Kirche.
Mein Bild der Woche werde ich auch hier jeden Mittwoch teilen und einige kurze Zeilen dazu schreiben. So könnt ihr mit mir unterwegs sein.

Mein Eingangsbild in die Fastenzeit ist das Tor zum Kloster Lehnin. Dort habe ich heute einen „Einführungstag für neue Mitarbeitende“ meines Arbeitgebers verbracht. Ein schöner und inspirierender Tag, der aber auch einige Gedanken und Diskussionen in mir losgetreten hat.

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Unterwegsgeschichten (2)

Unterwegs in vollen Zügen. Das Genießen bleibt da auf der Strecke.
Aber ich lerne. Ich lerne über die Menschen, die mit mir unterwegs sind. Manchmal würde ich mich gerne mehr distanzieren – manchmal habe ich das Gefühl, dass wir eigentlich in entgegen gesetzte Richtungen fahren. Innerlich.
Ich erlebe Dinge, die mich den Glauben an die Menschheit verlieren lassen und ich weiß Dinge über Ehemänner und Kinder, auf die ich eigentlich verzichten könnte. (Über Ehefrauen wird erstaunlicherweise wenig gelästert.) Ich weiß, wohin die Leute in Urlaub fahren und dass Bad Belzig die schönste Therme hier in der Gegend hat. Ich weiß über gute und schlechte Lehrkräfte Bescheid und was es zum Abendessen gibt.
Es strengt mich an dass alles zu hören. Es ist voll und ich mag es nicht so eng. Und so höre ich über meine Kopfhörer Musik oder ein Hörbuch. Ich tauche ab, mache die Augen zu versuche diese täglichen Stunden so gut wie möglich zu verbringen.
Eigentlich würde ich gerne schreiben im Zug, aber dafür habe ich noch nicht die richtige Methode gefunden. Es ist einfach zu voll in den Zügen. Das Genießen bleibt da auf der Strecke.

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Ein Jahr

Ein Jahr voller Fragen und Zweifel. Voller Unsicherheit und Selbstzweifel. Ein Jahr der Suche. Ein Jahr voller Abschied und vermissen, voller Heimweh und Sehnsucht.
Ein Jahr unterwegs.

Ein Jahr voller Neuanfang und Spannung. Voller Vofreude und Hoffnung. Ein Jahr des Findens. Ein Jahr voller Willkommen und ankommen, voller Heimat und Herzenswünsche.
Ein Jahr unterwegs.

Ein Jahr in Elstal.

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Weitermachen

Wenn alles zuviel ist – in mir drin und um mich herum – dann kann ich nicht schreiben. Dann sind die Worte verworren, durcheinander und lassen sich nicht zu einem Text formen. Dann fehlt die innere und äußere Ruhe zum Schreiben.
Doch heute habe ich das Gefühl, dass es weiter gehen kann. Sicherlich gibt es dann auch noch den einen oder anderen Rückblick auf das Unterwegssein der vergangenen Monate.
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