Glück. Ich aber. Gott:

Glück.

Die eine gewinnt ein Auto.
Die anderen finden ihr Traumhaus.
Die nächste verbringt drei Monate im Ausland und
andere sind froh über ein Ferienhaus in der Nähe.
Die eine liest ihr erstes Buch durch und der andere erreicht das nächste Level.
Die einen verkaufen ihr Haus und ziehen in eine kleine Wohnung,
die nächsten bauen ihr Eigenheim.
Einige zelten, andere surfen.
Manche Beides.
Einige nehmen ab und andere sind froh, dass sie wieder zu Kräften kommen.
Zwei heiraten.
Eine bekommt ein Baby.
Einer findet Arbeit und die nächste freut sich über den Ruhestand.
Einige kommen zurück.
Viele werden wieder gesund.
Alle werden Weltmeister.

Ich aber. Weiterlesen

weniger ist mehr – mein Rückblick auf Advent und Weihnachten

Je mehr ich mich beruflich und privat mit den Schicksalen und dem Alltag von Flüchtlingen beschäftige, desto mehr Anfragen stelle ich an meinen Lebenstil und mein Konsumverhalten. Deswegen wollten wir Advent und Weihnachten ein bisschen runter fahren und bewusster gestalten. Es sollte weniger zu essen geben, weniger verschenkt werden und weniger gekauft werden. Das hat nicht in allen Bereichen funktioniert, aber es war ein guter Anfang. Weiterlesen

Geschenk auf!

Papa Oskar wünscht sich, dass die Ente gut schmeckt. Denn dieses Jahr ist es nicht irgendeine Ente, sondern seine. Ja, Papa kocht. Er wollte das schon lange mal ausprobieren und seit einiger Zeit traut er sich das zu. Er setzt sich durch gegen die Ehefrau, die alles besser weiß, geht zur VHS und macht einen Kochkurs. Es macht richtig Spaß und es entspannt ihn. Es tut ihm gut mal etwas neben der vielen Arbeit zu haben, was schön ist und wo man den Erfolg so direkt schmecken kann. Nun am Heiligen Abend wünscht er sich nur noch, dass alles klappt, es allen schmeckt und das er mit sich zufrieden sein kann.
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Wunschzettel

Wünsche stehen bei uns gerade hoch im Kurs. Jeden Tag kommen die Kinder mit einem neuen Wunsch und das, wo ich diesmal echt früh bin und schon alles zusammen habe.

Doch, was wünsche ich mir?

Wenn ich mir etwas wünsche, zeige ich damit auch, dass ich etwas brauche. Erwachsenen fällt das oft schwerer – einmal, weil sie schon gelernt haben, dass materielle Geschenke nicht alles sind – aber auch, weil sie nicht so gerne zugeben, dass sie etwas brauchen.

Dieses Jahr brauche ich aber offensichtlich etwas, denn ich bin ko. Seit September läuft unser Leben ununterbrochen auf Hochtouren (bis auf eine Woche Urlaub im Herbst) und ich fühle mich leer und ausgelaugt. Ich brauche Ruhe. Vor allem im Kopf, denn mit drei Kindern ist im normalen Alltag eben nicht viel Ruhe drin. Ich brauche ein paar Tage an denen ich nicht an alles gleichzeitig denken muss, an denen ich nichts vorbereiten, planen und organisieren muss. Ich brauche ein paar Tage Zeit zum Spielen, Zeit zum Zuhören und Vorlesen, Zeit zum Singen und lachen. Ich brauche ein paar Tage nur mit Familie und mit niemandem sonst. Ich brauche Luft und Weite, kalte Spaziergänge, Wind und Wetter.

Ich wünsche mir das Meer.