Neues Jahr, neues Glück

neues jahr
neues glück
was nehme ich mit
was lass ich zurück
von den dingen
die mich bedrücken
oder beglücken?

neues jahr
neues glück
ich sitze und blicke zurück
auf vieles erleben
mit menschen die neben und mit mir gingen
die untersützten und hingen
wie ich an den sachen
die freude machen
und lachen über geschichten
die das jahr so schrieb

was sind die geschichten
die von 2018 bleiben
die mitgehen und wachsen
im kopf und im herzen?

es sind die freundinnen und freunde
so vertraut und schon lange
die zuhören können und wissen und kennen
ohne viele worte
an verschiedenen orten

es ist das wachsen im eigenen garten
das warten und warten
dass etwas entsteht
und dann das erleben
dass wir ernten
was wir gesät

es ist das erleben der liebe
die wächst und das schon so lange
gemeinsame pojekte
das meistern des alltags
das feiern von festen
mit dem besten
das alles ist wunderbar
jahr für jahr

es ist das wachsen der kinder
das spielen und lachen
das streiten und weinen
und das sehen
dass sie gehen
mit uns
durch ihre welt
so wie es ihnen gefällt
wir halten und tragen
wir hören und fragen
und hoffen und beten
für sie und ihr leben
und dass wir ihnen geben können was hält

es ist die familie
die unterstützt und trägt
die betet und hilft
es sind projekte im haus und garten
es sind die fahrten durch die gegend
der urlaub
der ersehnte
und orte der sehnsucht
die fehlen und bleiben
heimat erleben
und wunder entstehen

es sind wünsche und zweifel
und fragen nach morgen
dies alles und andere sorgen
lege ich heute
in die hände die halten
die tragen und schützen
mein morgen

neues jahr
neues glück
das nehme ich mit
und lasse zurück
was nicht gelungen
was verletzt und missglückt

das alles und auch die sorgen
lege ich heute in deine hände
die tragen
mein morgen

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Bildnachweis: änte / photocase.de

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Treffpunkt: Krippe

Beim „O, du fröhliche“ sind sie alle da.
Egal von wo und wie lang und beschwerlich der Weg war.
Hier treffen sie sich. So ist die Verabredung seit vielen Jahren.
Manche haben sich schon vor vielen Wochen auf den Weg gemacht.

„Treffpunkt: Krippe!“ rufen sie sich zu.
Alle wissen Bescheid – doch der Weg bis zur Krippe ist für jede*n anders.

Da ist zum Beispiel Piet. Piet gehört zu den Königen aus dem Morgenland.
Er trägt einen glänzend grünen Umhang.
Den ganzen Weg wird er in seinem Königsstuhl geschoben.
Es dauert lange. Seine Begleitung braucht Pausen und Piet auch.
Er freut sich. Er freut sich schon so sehr auf das Kind.
Sein Lachen ist laut und sein Kopf schwingt vor Aufregung hin und her.
Er ist so aufgeregt.
Als sie endlich ankommen, schallt sein Lachen durch den Stall.
Und dann, hier an der Krippe wird Piet ganz ruhig.
Er genießt dieses Lied so sehr. Jedes Jahr wartet er darauf.
Der lange Weg ist geschafft. Das Warten hat sich gelohnt.
Piets Augen glänzen mit seinem grünen Königsumhang um die Wette.

Natürlich ist Maria auch da. Heute darf sie Maria sein. Nur für diesen Tag.
Ihr Weg war nicht ganz so weit, aber auch sie hat viel hinter sich.
Und nun steht sie hier an der Krippe und singt ihr Lied.
Mit klarer Stimme und strahlenden Augen.
Alle anderen stehen oder sitzen um sie herum.
Heute steht Maria im Mittelpunkt. Nur für diesen Tag.
Wie schön sie ist. Wie gut ihr das tut!

Beim „O, du fröhliche“ sind sie alle da.
Hier, an der Krippe, treffen sie sich.

Hier dürfen sie sein.

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Inspiriert durch das Krippenspiel der Hans-Christian-Andersen-Schule Teltow.

Gott kommt an

Gott kommt an.
Wo fangen wir an zu erzählen
wie alles begann?
Bei Eva, Sarah oder Miriam?
Propheten, Könige und andere.
Alle berichten von Gottes Geschichten
mit den Menschen, mit seinem Volk
und wie alles läuft in dieser Welt.

Gott kommt an
die Engel wissen wann.
Im Himmel machen sie einen riesen Trubel,
vergessen fast den Jubel
und fragen uns Leute von heute:
Denkt ihr dran?
Gott kommt an!

Gott kommt an
die Hirten sind dran.
Sie fragen, woran merken wir denn-
dass er es wirklich ist?
Die Engel singen und geben bekannt:
Nur damit ihr es wisst,
ihr werdet ihn finden.

Euer Herz ist jetzt dran.

Euer Herz wird ihn suchen
und wird finden ein Kind
so klein und verwundbar wie Babies es sind.
Euer Herz wird ihn finden und dann wisst ihr fortan:
Gott kommt an!

Gott kommt an
die Weisen sind dran.
Sie deuten, erklären, schauen ins All
und sagen den Leuten,
was in den Sternen steht. Wie es geht,
lernen sie selber hier in dem Stall.
Sie suchen den König und finden das Kind
und verstehen wie klein sie selber sind.
Sie knien vor dem Kind und merken dann:
Gott kommt an!

Gott kommt an
ich bin dran.
Ich kann wirbeln und hetzen
in diesen Tagen.
Ich kann beten und singen
und dabei fragen.
Woran merke ich dann?
Kommt Gott an?

Wo komme ich an
wenn ich auf der Suche bin?
Wenn Fragen mich quälen
und Tränen erzählen.
Wo bin ich zu Hause,
wenn ich renne und laufe,
erkläre und deute?
Was sagen die Leute
wer ich bin?
Und wo will ich hin?

Gott kommt an in all den Dingen,
die mir nicht glücken
und in all den Versuchen ihn zu suchen.
Er kommt in mein Leben und antwortet dann:
Du wirst mich schon finden.

Mein Herz ist an dir dran.

Und sei gewiss:

Dein Herz kennt den Weg,
den die Hirten schon gingen,
die Engel besangen und Weisen fanden.
Sie alle gehen dir voran und sagen:
Gott kommt an!

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Predigt – gehalten am 16. Dezember 2018 in der EFG Berlin-Staaken

Wo bleibst du Trost der ganzen Welt?

Wo bleibst du Trost der ganzen Welt,
während die Welt auseinander fällt?

Während da Menschen in ihren Zimmern
auf die Abschiebung warten.
Und wir können nichts tun und arbeiten im Garten,
um zu vergessen, um zu ertragen, was da passiert,
während wir auf den Trost warten.

Wo bleibst du Trost der ganzen Welt,
während die Welt auseinander fällt?

Es gibt keine leichte Antwort auf diese Fragen
und das ist am Schwersten zu ertragen.
Die Dunkelheit, das Leid, den Zweifel erleben
das ist es eben, was das Leben hier ausmacht.
Und Gott er schaut nicht zu, er haut nicht drauf,
er geht den Weg durch die Dunkelheit auch.

Er sitzt daneben in diesem Zimmer
und erträgt diese Nacht mit dir – immer.
Er steigt hinab in die Dunkelheit und
und wird warten auf dich
im Garten.

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