Himmel und Meer

Passend zu meinen Zeilen von gestern, habe ich diesen wunderschönen Text gefunden:

Wenn das Meer all seine Kraft anstrengt,
so kann es das Bild des Himmels
gerade nicht widerspiegeln;
auch nur die mindeste Bewegung,
so spiegelt es den Himmel nicht rein.

Doch, wenn es stille wird und tief,
senkt sich das Bild des Himmels in sein Sein.

(Sören Kierkegaard)

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Karfreitag – ein Blick in die Tiefe

Wenn Himmel und Erde sich berühren,
bekommt das Leben eine ganz eigene Tiefe
und der, der vorher weit weg nah, kommt mir ganz nah.

Der Himmel ist nicht mehr fern.
Er ist vor meinen Augen, vor meinen Füßen,
zum Greifen nah.

Schnell gehe ich darüber hinweg, trampele hindurch
und bin mit den Gedanken schon viel weiter.

Wenn ich ihn sehen will, muss ich den Blick senken,
in die Tiefe schauen und innehalten.

Heute ist der Himmel auf die Erde gekommen.

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Weichen stellen

Ich bin schon wieder unterwegs. Mit wlan im ICE auf in ein neues Tagungshaus. Im Kloster Volkenroda war ich noch nie. Ich bin sehr gespannt darauf und freue mich auf intensive Tage mit meinen Kolleginnen und Kollegen aus dem Diakonenkonvent meiner Kirche.
Es sind gerade spannende Tage in meinem Leben. Weichen werden gestellt. Beruflich und privat. Das macht Spaß und gibt mir Kraft. Ich merke, wie ich aufblühe und die schwere Zeit des letzen Jahres mehr und mehr in den Hintergrund rückt. Es war nicht einfach für mich ohne eigene Perspektive umzuziehen. Umso mehr freue ich mich über das, was nun wächst.
Die dritte Fastenwoche ist zu Ende. Ein Gedanke hat mich besonders bewegt: Zwischen allen Zukunftsplänen und Hausbaugedanken möchte ich nicht vergessen, dass Gott mich versorgt und trägt.

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